Aktion 21. 09.2018

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#BlockWar #warstartshere #RheinmetallEntwaffnen #Kasselentrüsten
#AntimilitarimusInKassel #FrühschichtFürDenFrieden #StopTheDeals
#Solidarity #GemeinsamGegenMilitarismus #Kassel #ErdoganNotWelcome

Ihr wollt wissen, ob es sich noch lohnt dazuzustoßen oder wollt einfach vorbeischauen? Ruft an beim Infotelefon: 015211580808

Infos

Am 21. 09. findet eine Frühschicht für den Frieden statt, wie es im Aufruf heißt: „Am 21. September 2018 werden in Kassel viele Menschen gemeinsam, entschlossen und solidarisch die Tore aller Rüstungsfirmen blockieren! “  Frühschicht meint: es geht sehr früh los. Falls ihr also von außerhalb kommt, ist es sinnvoll bereits an dem Tag zuvor anzureisen. Eigentlich ist es sehr sehr wichtig, bereits am 19. 09.  zum Vortreffen hier in Kassel zu sein. Dort werden nämlich Informationen geteilt und es gibt die Möglichkeit, Abstimmungen untereinander zu tätigen. Wenn du eine Bezugsgruppe hast, die sich bereits gut miteinander abgestimmt hat, könnte auch nur eine deligierte Person aus eurer Bezugsgruppe an dem Vortreffen anwesend sein. Diese Person kann dann die Informationen aus dem Vortreffen an die anderen weitergeben. Falls ihr diesen Termin jedoch gar nicht einrichten könnt (weil ihr z.B. von weiter weg anreist), meldet euch bitte unter: block-war@riseup.net -gerne auch verschlüsselt.  Bei Bedarf an Schlafplätzen, schreibt ebenso an diese Adresse!

Fragen, die sinnvoll wären, vor dem Vortreffen zu bedenken/zu besprechen:
Wieviel Zeit möchtet ihr insgesamt an dem Tag investieren?
Wie lange würdet ihr sitzen bleiben?
Was sind Abbruchkriterien für euch?
Könnt ihr euch vorstellen, bestimmte Aufgaben, die wichtig sind für die Blockade, zu übernehmen?

Wenn ihr blockieren wollt, tut euch also in Bezugsgruppen zusammen. Eine Bezugsgruppe ist eine Gruppe, in der ihr euch zum Beispiel vorher austauscht, was eure persönlichen Grenzen für die Aktion sind und in der ihr für die Aktion zusammen bleibt und besonders aufeinander Acht gebt. Nicht nur, wenn ihr das erste Mal an so einer Blockadeaktion dabei seid, ist es hilfreich, an dem Aktionstraining am 16.09.  teilzunehmen. Dies ist von 12 Uhr bis 18 Uhr im „Cafe Desasta“ an der Universität Kassel, Arnold Bode Strasse 6, Kassel. Dort erfahrt ihr von Menschen von skills for action, zum Beispiel auch warum eine Bezugsgruppe wichtig ist. Andere Inhalte werden wahrscheinlich sein:  Umgang mit Befürchtungen und Ängsten, Überlegungen zu Sozialem und Zivilem Ungehorsam, Bezugsgruppen als soziale Basis von Aktionen, Entscheidungsfindung in Bezugsgruppen und zwischen Bezugsgruppen (im Delegiertenplenum/SprecherInnen-Rat), Blockadetechniken, einführende Rechtshilfe und Umgang mit Repression.

Bis zum 21. September gibt es zudem noch ein paar offene Austauschtreffen (Termine und Orte siehe Seitenleiste), bei dem es die Möglichkeit gibt, Fragen in entspannter Runde gemeinsam zu klären.

Es wird an dem Tag in der Stadt ein paar Infostände geben, an dem sich Menschen aus Kassel über das Thema Rüstungsindustrie und die Aktionen vor Ort informieren können bzw. ins Gespräch kommen können.  Vielleicht fühlen sich Menschen auch angesprochen, spontan einen Infostand in der Stadt aufzubauen!  Zudem wird es einen Anlaufpunkt für Aktivist*innen geben, um euch bei Bedarf aus dem Trubel zurückzuziehen.

Fühlt euch aufgerufen, das Aktionsbild mitzugestalten. Dafür könnten Transpis, Sprüche, Lieder, inhaltliche Texte interessant sein. Falls ihr den Protest gegen Rüstungsproduktion und Exporte gut findet, aber das gewählte Format nichts für euch ist, könnt ihr auch überlegen, inwieweit ihr anderweitig kreativ euren Protest kundtun möchtet. Für Transpis Malen könnt ihr auch am 16.09. zum Austauschtreffen (siehe Seitenleiste) kommen.

Gemeinsam gegen Militarismus- fühlt euch aufgerufen, bereits jetzt und am Tag selbst, die News von dieser Website und vor allem durch die sozialen Medien wie twitter, instagram zu spreaden!

Grundsätzlich soll diese Aktion so niedrigschwellig wie möglich stattfinden. Das heißt unabhängig von der Erfahrung im Üben von zivilem Ungehorsam oder ob du als Einzelperson kommst oder bereits eine Bezugsgruppe hast: es ist wichtig, dass möglichst viele verschiedene Menschen an der Aktion teilnehmen können. Es ist wichtig, dass ihr euch alle im Aufruf und im Aktionskonsens wiederfindet. (siehe unten)

Nach der Aktion ist vor der Aktion: Jede gute Aktion hört nicht direkt mit der Aktion auf! Damit wir wirklich langfristig was bewegen, ist es uns wichtig, dass wir zusammen Raum für Eindrücke, Reflexion und das Spinnen von antimilitaristischen Netzwerken haben. Es wird daher sowohl einen Anlaufpunkt geben, bei dem ihr niedrigschwellig eure Eindrücke loswerden könnt als auch die Möglichkeit geben, die Aktionen zu reflektieren und auch Kritik loszuwerden. Infos dazu bald hier auf der Website oder spätestens beim Vortreffen! Wir bitten euch sehr, dass ihr wirklich zahlreich zu den Nachtreffen kommt, und auch abseits dessen, die Mail block-war@riseup.net für Kritik und Anmerkungen nutzt!

Scheut euch auch sonst nicht, uns zu kontaktieren!

 

Mobilisationsvideo

 

Aufruf

Am 21. September 2018 werden in Kassel viele Menschen gemeinsam, entschlossen und solidarisch die Tore aller Rüstungsfirmen blockieren! Eine Frühschicht für den Frieden als Widerstandhandlung gegen die herrschende Politik der Kälte. Verkörpert wird diese Politik durch die aktuellen Forderungen nach Aufrüstung und Militarisierung. Die Waffen, die hier in Kassel produziert, entwickelt, aus- und umgerüstet werden, sind die technischen Hilfsmittel, mit denen dies vollzogen werden soll. Mit Aufrüstung und Vorverlagerung der Grenzen inklusive Einmischungen in die Politik von afrikanischen und anderen Staaten soll die Festung Europa gestärkt werden. Wir fordern: Grenzen AUF für Menschen – Grenzen ZU für Waffen! EUROPA öffnen – Rüstungshochburg KASSEL schließen!

In Kassel sitzt eine Vielzahl an Rüstungsfirmen, wie Airbus Military, ARTEC GmbH, Breithaupt Kassel, Ferchau Engineering, Eurocopter, Krauss-Maffei Wegmann, PSM, RUAG, Rheinmetall Defence. Durch Rheinmetall, Krauss-Maffei Wegmann und Airbus Military hat Kassel einen nicht geringen Anteil daran, dass Deutschland auf Platz 3 der größten Waffenexportländer weltweit steht.

Seit langem wird weggeschaut, wie der Profit mit Waffen hochgekurbelt wird. Militarisierung und Herrschaftssystem bedingen sich. Erst wenn die ungerechten Handelsbeziehungen sowie die vorherrschenden Produktionsweisen hinterfragt werden, kann für eine bessere und gerechtere Welt eingetreten werden. Wer diese Faktoren außer Acht lässt, stärkt am Ende immer ein System der Ungerechtigkeit.

Mit der Sitzblockade am 21. September 2018 werden sich viele Menschen gegen Kassel als Rüstungshochburg stellen. Die Tatsache, dass Panzer oft täglich über die Holländische Straße in die Kriegsgebiete dieser Welt rollen, können und wollen wir nicht länger hinnehmen. Sie unterdrücken, verletzen und töten Menschen weltweit. Mit diesem bewussten Akt zivilen Ungehorsams wollen wir an das antimilitaristische Bewusstsein aller Menschen appellieren!

Stell dich aktiv an unsere Seite, und lass uns gemeinsam gegen Militarisierung einstehen.
Komm am Mittwoch, den 19.09.2018 um 18:00 ins Philipp Scheidemannhaus zum Vorabendtreffen, um alle konkreten Informationen zu erhalten. In den nächsten Wochen halten wir euch über unsere Internetseite auf dem Laufenden.

Lasst uns gemeinsam, entschlossen und solidarisch auf der Straße gegen Militarismus kämpfen!

 

Aktionskonsens

Wir können nicht mehr tatenlos zuschauen, wie Deutschland und insbesondere Kassel immer stärker von den Konflikten in aller Welt profitiert! Wir müssen selbst vorangehen, um der Kriegsmaschinerie die gesellschaftliche Legitimation zu entziehen. Unserer Forderung nach dem Stopp deutscher Waffenexporte und dem Stopp jeder weiteren Aufrüstung werden wir unmissverständlichen Nachdruck verleihen, indem wir die Betriebsabläufe aller Kasseler Rüstungskonzerne stören. Deren Zufahrten werden wir in einer Sitzblockade mit vielen Menschen versperren.

Unsere Blockade ist ein bewusster Akt des zivilen Ungehorsams. Daher werden wir Gesetze und Vorschriften, die den reibungslosen Betrieb der Rüstungsindustrie sicherstellen sollen, nicht beachten. Wir werden die Zufahrten nicht freiwillig verlassen, weil wir in Anbetracht der wieder zunehmenden Konfliktträchtigkeit unserer heutigen Welt und der mangelhaften politischen Regulierung diese Aktion als dringend notwendig und legitim erachten.
Sachbeschädigung schließen wir im Rahmen unserer Aktion aus. Unser Ziel ist einzig die erfolgreiche und politisch wirksame Durchführung der Aktion. Wir wollen uns der Verantwortung für uns, für globale Gerechtigkeit und für kommende Generationen bewusst sein. In unseren Widerstandshandlungen wollen wir bereits im Kleinen unserer Vorstellung einer solidarischen und befreiten Gesellschaft Ausdruck verleihen. Durch die Androhung juristischer Verfolgung lassen wir uns nicht abschrecken.

Wir bedenken bei unseren Handlungen, welche Auswirkungen diese auf die anderen Aktivist*innen haben und wollen gerade auch für Aktionsunerfahrene und Vorsichtige offen sein. Allerdings werden wir uns nicht von Hindernissen an der Durchführung unseres Protestes hindern lassen. Falls wir auf Polizeiketten treffen sollten, werden wir versuchen diese friedvoll und ohne Aggression zu umfließen.
Möglichst alle teilnehmenden Menschen sollten am 19.09.2018 bei dem Vortreffen vertreten sein (Bezugsgruppen können auch Delegierte senden), bei dem die konkreten Aktionsvorschläge vorgestellt und ausgetauscht werden. Dort können im Konsensverfahren noch Bedenken, Einwände und Änderungs­vorschläge besprochen und eingearbeitet werden. Während der Aktion orientieren sich die Entscheidungen an basisdemokratischen Verfahren. Es wird dabei versucht, hierarchische Strukturen zu vermeiden.
Für eine kraftvolle und wirksame Blockade, ist es wichtig, dass sich möglichst alle Menschen an der im Vortreffen besprochenen Aktionsform anschließen. Kleingruppenaktion sind erwünscht, solange sich deren Ausrichtungen solidarisch gegenüber der Massenaktion verhalten.

Wenn du diesem Aktionsrahmen so zustimmen kannst, freuen wir uns sehr auf eine gemeinsame Aktion mit dir. Lasst uns alle zusammen unsere Forderung klar und deutlich auf die Straßen tragen: Unsere Solidarität gegen eure Waffen – Block War!